Das Grüne Kopfgras: Blüht früh und liebt Gesellschaft!

Die meisten Gräser sind eigentlich Spätzünder im Garten. Sie entwickeln sich erst im hohen Frühjahr, sind aber dann im Sommer voll da, haben noch einmal einen Schwerpunkt im Herbst und selbst im späten Winter kann man noch auf sie setzen. Sie sorgen mit ihren filigranen Strukturen für Bewegung, sie fangen das Licht, und viele Gräser bieten die Lebensgrundlage für Insekten, Raupen und somit Faltern und Vögeln. Honigbienen sammeln gern den Pollen von Süßgräsern und Grashüpfer leben von ihnen. Süßgräser, das ist die botanische Familie der Poaceae, sind eine sehr wichtige Insektenweide. Zu den Süßgräsern gehören viele, wie u.a. die filigranen Reitgräser (Calamagrostis), die Schmielen (Deschampsia), die Schwingel (Festuca), das Federgras (Stipa), das fedrige Lampenputzergras (Pennisetum), die zittrigen Perlgräser (Melica) und auch die Kopfgräser (Sesleria).

Foto: elegrass. – Das Grüne Kopfgras blüht von März bis etwa Mai.

Es gibt aber auch die Frühaufsteher unter den Gräsern, wie das bislang leider unterschätzte Grüne Kopfgras, Sesleria heufleriana: Wenn alles noch nicht so richtig im Wachstum steht, dann ist es schon da und blüht von März bis etwa Mai. Die Blütenfarbe ist für heimische Gräser sehr exotisch, nämlich manchmal gelblich bis violett, fast wie Lavendel und sogar sehr dunkel, manchmal fast schwarz. Zudem ist die Sesleria heufleriana immergrün und eventuelle entstandene braune Blätter lassen sich mit einem herzhaften Ruck einfach ausreißen, ein Schnitt ist überflüssig. Sie ist äußerst robust, wächst 25 bis 50 Zentimeter hoch und bildet lockere Horste. Zudem samt sich das Grüne Kopfgras aus und vermehrt sich gern an einem idealen Platz, der sonnig bis halbschattig liegt, oder auch am Gehölzrand. Wie viele Gräser liebt es Gesellschaft und kann gut mit anderen Gräsern, Stauden oder Blumenzwiebeln.

Quelle: elegrass und Grünes Presseportal

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