„Artenvielfalt im Garten“ – ein inspirierender Vortragsabend
Das Thema Artenvielfalt im Garten lockte am 14. April 2026 viele Interessierte in den Pfarrsaal von St. Alto.
Der von Thomas Janscheck gewählte Einstieg in seinen Vortrag überraschte augenscheinlich einige von ihnen. Die erste gezeigte Folie zählte die vielen Gesundheitsvorteile des Gartelns im Allgemeinen auf – so etwa Stressabbau und auch blutdrucksenkende Wirkung. Ins Thema Artenvielfalt und deren Erhalt wurde so der gemeine Gartler miteinbezogen. Auch ihm bringt die Gartenarbeit in einem abwechslungsreich gestalteten Garten nur Vorteile …
Ein Garten kann ein Refugium für eine große Anzahl von Lebewesen sein. Insekten, Vögel, Igel und Eichhörnchen und vielleicht sogar Eidechsen finden sich ein, wenn ihnen ein Lebensraum gelassen oder geschaffen wird. Sie brauchen Unterschlupf und Nistmöglichkeiten, Nahrung und Wasser. Wir brauchen die Insekten als Bestäuber für die Pflanzen. Thomas Janscheck hat in seinem Vortrag viele Möglichkeiten angesprochen.
- Verzicht auf chemischen Dünger, dafür Kompostgaben und nicht alles im Herbst auf- und wegräumen.
- Pflanzen nach dem Phänologischen Kalender aussuchen, um einen möglichst langen Blühzeitraum für Insekten zu haben.
- Vogelnährgehölze wie z. B. die Vogelbeere zu haben.
- Eine Hummelburg aus einem Tontopf zu bauen und einen Reisighaufen aufzuschichten.
- Beim Insektenhotel darauf achten, dass der vordere Schutzdraht genügend Abstand hat, damit wir dem Specht nicht sein Abendbrot direkt servieren.
- Daran denken, dass ein Schmetterlingsstrauch Schmetterlingen Nahrung bietet, deren Raupen aber auch Nahrung und Entwicklungsmöglichkeiten brauchen, z. B. an Brennnesseln. Mönchspfeffer oder Blauraute werden auch von Schmetterlingen geliebt.
Igel brauchen vielleicht Durchschlupfmöglichkeiten in andere Gärten und brütende Vögel evtl. Schutz vor eifrigen Hauskatzen. Es gibt eine Fülle von Möglichkeiten, Artenvielfalt im Garten zu schaffen, und manchmal reicht es auch, nur die Natur einfach mal machen zu lassen. Begeisterung und der fröhliche Wille des Gärtners sind dafür jedenfalls erforderlich.
Entscheidend sind die Freude am Gärtnern und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren.
Zum stimmungsvollen Abschluss unterstrich Thomas Janscheck diese Botschaft auf besondere Weise: Er lud die Anwesenden ein, gemeinsam bayerische Lieder zu singen, die er auf der Zither begleitete – ein heiterer Ausklang eines rundum gelungenen Abends.
Text Regina Tramm-Jula
Bilder: Helmut Patalong

