Jahresrückblick 2018


Jahresrückblick 2018

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Der Gartenbauverein Unterhaching e.V. bezweckt gemäß § 2 seiner Satzung „im Rahmen des Obst- und Gartenbaues die Förderung der Landespflege und des Umweltschutzes zur Erhaltung einer schönen Kulturlandschaft und der menschlichen Gesundheit“. Er fördert insbesondere die Ortsverschönerung und dient damit der Verschönerung der Heimat und der gesamten Landeskultur.

Bei der Mitgliederversammlung im Februar 2018 gab Rainer Schäfers einen rund 25-minütigen Rückblick in Worten und mit Bildern auf das vergangene Jahr 2017. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Frau Rotraut Hanke aus Taufkirchen, Gisela und Heinz Maurer, Hanna und Alois Nothaas, Ursula und Leo Scholz, alle aus Unterhaching geehrt. Elisabeth und Rupert Nicklbauer bekamen für Ihre aktive Beteiligung beim „Tag der offenen Gartentür 2017“ eine Ehrenurkunde überreicht. Frau Anneliese Ugler wurde für Ihre besonderen Verdienste bei den vielfältigen Aufgaben um den Gartenbauverein eine Ehrenurkunde ausgezeichnet.

Mit der Kindergruppe im Gartenbauverein „Die Hachinger Grashüpfer“ unter der Leitung von Sieglinde Schuster-Hiebl und Eva Adler fanden 16 Veranstaltungen statt. Von März bis Dezember 2018 lernten die Kinder das Säen, Pflanzen und Ernten im Hausgarten sowie die Natur und Landschaft im Hachinger Tal kennen. Besondere Höhepunkte waren wieder die Apfelverkostung, dass Obstpressen und das Kartoffelfest. Bei dem Landesweiten Kinder- und Jugendwettbewerb „Streuobst-Vielfalt – Beiß rein“ beteiligten sich viele Kindergruppen aus dem Kreisverband München und „Die Hachinger Grashüpfer“ holten aufgrund ihrer besonderen Aktivitäten übers Jahr dabei den 1. Preis.  Bei der Adventlichen Weihnachtsfeier am 15. Dezember bekamen die Kinder durch die 2. Kreisvorsitzende Margot Ostermayer und dem Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege Jürgen Mirwaldt eine Obstpresse und Apfelschäler als Preis überreicht. Künftig darf die Kindergruppe den Pfarrgarten von St. Alto bestellen und die Früchte sowie einen Apfelbaum pflegen und seine Äpfel ernten.

Eine Projektgruppe vom Gartenbauverein betreut seit 2002 die „Streuobstwiese im Landschaftspark Hachinger Tal“. In Kooperation mit der Lokalen Agenda 21 erbringt dieses Team jährlich rund einhundert ehrenamtliche Arbeitsstunden zur Pflege und Erhaltung der Obstbäume im Landschaftspark und der Streuobstwiese im Sportpark.

Den Vereinsmitgliedern und Gästen wurden im vergangenen Jahr über 21 Veranstaltungen zu den Themen Landschaftspflege, Natur und Umwelt, Gesundheit und Ernährung, Brauchtum und Heimatpflege angeboten. Auch bei Festumzügen und Veranstaltungen zu Fronleichnam, „150 Jahre Gärtnerverein“ mit Festumzug in München sowie beim Volkstrauertag war der Verein mit der Fahnenabordnung und vielen Mitgliedern dabei.

Um die Ziele des Vereins besser erreichen zu können, besuchten Vorstandsmitglieder und Gartenpfleger verschiedene Fortbildungsmaßnahmen bei den übergeordneten Kreis-, Bezirks- und Landesverbänden für Gartenkultur und Landespflege. Frau Eva Adler aus unserem Verein besuchte alle erforderlichen Kurse und Seminare und legte erfolgreich die Gartenpfleger-Prüfung ab. Unsere Gartenpfleger informieren und beraten bei den Vereinsveranstaltungen.

Der Gartenbauverein zählte am 31.12.2018 genau 310 Mitglieder.

Rückblick zu den einzelnen Aktivitäten

Mit dem Vortrag „Gemüseanbau durchs Jahr – Praktisch und leicht“ stellte Gärtnermeister Georg Schmötzer Möglichkeiten, Ideen und praktische Tipps zum Gemüseanbau auf kleiner Fläche von Balkon und Terrasse vor.  Beim Thema, Schutz vor Schnecken leistete fast jeder der 56 Teilnehmer seinen Erfahrungsbeitrag.

Es folgte im April der Vortrag „Speisepilze aus dem eigenen Garten – Welche Pilze gibt es“.

Frau Dr. Friedericke Mugele, Kreisfachberaterin im Landratsamt Ebersberg informierte über eine Vielzahl von essbaren Pilzen und dem ökologischen Anbau, deren wirtschaftlichen Verwertung und die Bedeutung einer geschmackvollen Ernährung.

Die Schnittkurse im Pfarrgarten von St. Alto an Obstbäumen und Sträuchern erfreuen sich großer Nachfrage und Interesse von sehr vielen Teilnehmern.
Ebenso ist der Pflanzenflohmarkt bei Familie Gertraud und Engelbert Bach ein fester Bestandteil in unserem Veranstaltungsprogramm. Die Vielzahl der selbstgezogenen Tomaten-Pflänzchen von Heidi Trautsch waren schnell vergriffen, bei den Gemüse- und Blumenpflanzen informierten unsere Gartenpfleger über Qualitäts-, Wuchs- und Pflege-Maßnahmen.

Bei der Frühlingswanderung am 1. Mai im Landschaftspark entlang des Hachinger Baches unter der Führung von Schuster-Hiebl wurden allerlei Kräuter gezeigt und deren Wirksamkeit bei körperlichen Beschwerden vorgestellt. Viele Beschwerden können damit auf natürliche Weise gelindert und behoben werden.

Anlässlich der „20 Jahre Landschaftspark Hachinger Tal“ präsentierten im Mai und Oktober Klaus-Peter Müller und Werner Reindl einen bunten Bilderreigen von Frühjahr bis Winter. Imposante Bilder zeigen die Entwicklung vom ehemaligen Militärflugplatz zum heutigen Naherholungsgebiet mit Magerrasen, Arten- und Blütenreiche Glatthaferwiesen, Streuobstwiesen, Bachläufen und Sport- Freizeitflächen.

„Beim Hachinger Umwelttag“ am 9. Juni informierte der Gartenbauverein mit zwei großen geschmückten Ständen über Streuobstwiesen, Obstsorten und Gartenbauthemen. Fragebögen zur Natur, Rate- und Tastspiele interessierte nicht nur Kinder, auch Erwachsene testen gern ihr (Fach-) wissen. Am Nachmittag gab es eine Einführung „in das Sensen“ bei der Streuobstwiese und fast jeder hat sich daran geübt. Mit neuer Erfahrung und Erkenntnis bereitete es vielen Freude, einmal mit dieser alten Handwerkstechnik zu arbeiten.

Zu Fronleichnam wurden die Vorbereitungen getroffen und der Blumenschmuck gerichtet. Am Vorabend kam die Nachricht das witterungsbedingt die Prozession ausfällt und ein gemeinsamer Festgottesdienst aller drei Kirchen in St. Alto stattfindet. Wir nahmen mit unsere Fahnenabordnung seitlich des Altars neben den anderen Vereinen Platz. Im Anschluss wurde zu einem gemeinsamen Frühschoppen im Pfarrsaal eingeladen.

Ist „Gärtner nach den Mondphasen“ eine Glaubensfrage, Gewissensfrage oder nur eine Philosophie.  Frau Claudia Bruns erläuterte dieses Mondphasenwissen, dessen Aufzeichnungen bis ins 15. Jahrhundert zurück geht und anhand der vier Mondphasen und zwölf Sternzeichen es lohnt, danach zu Gärtnern. Bei Beachtung der Regeln ist der Nutzen vielfältig im Ertrag, der Widerstandsfähigkeit, der Lagerung und auch der Nährstoffinhalte.
Bewährtes Gärtnerwissen kombiniert mit den Mondregeln bereitet Freude und zeigt auch Ergebnisse.

Die Vereinslehrfahrt mit 59 Teilnehmern am 7. Juli führte uns bei schönen Wetter nach Wessobrunn und Bernried. Bei der Familie Krammer wurden wir auf dem Forellenhof mit frisch geräuchertem Fisch, Fischsalaten und Getränken begrüßt. Wir bekamen Einblicke in die verschiedensten Themenbereiche der Fischaufzucht, vom Besatzfisch über dem Frisch- und Räucherfisch, Bachforelle, Bachsaibling, Karpfen, Hechte und Aale, die hier unter optimalen Bedingungen aufgezogen und verarbeitet werden. Die Teiche werden ausnahmslos von den höher gelegenen Wasserquellen versorgt. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich im Direktverkauf ab Hof und auf Märkten in der Region. Mittwochs und donnerstags ist er in Unterhaching und erfreut sich großer Beliebtheit.

Am Nachmittag besuchten wir den Kräuter- und Terrassengarten bei den Missions-Benediktinerinnen im Kloster Bernried. Schwester Adelgunde und die Kreisfachberaterin vom Landratsamt Weilheim Frau Heike Grosser führten uns durch den wunderschön gelegenen Klostergarten und den angrenzenden Park mit (ur-) altem Baumbestand. Beeindruckend war das Fachwissen von Sr. Adelgunde im Kräutergarten und der Kräuterverwendung für die Küche und dem Gesundheitsbereich.
Der Nachmittag endete im nahegelegenen Kaffee vom Buchheim Museum.

Das Sammeln von Kräutern für Maria Himmelfahrt und anschließendes Binden zu Kräuterbuschen bei herrlichem Wetter ist seit jeher Brauch.  Sieglinde Schuster-Hiebl führt über 35 interessierte Teilnehmer durch den Infineon-Park und erklärte dabei die vielen auffindbaren Kräuter bis zur Königskerze deren Brauchtum, Verwendungsmöglichkeiten und Wirkung.

Der Gartler-Stammtisch im September diskutierte über das zurückliegende Gartenjahr und dem Jahrhundertsommer, über die anhaltende Trockenheit und diverse Probleme. Freude bereitet die sehr gute Zwetschgen- und Apfelernte, die auch aufgrund der Witterung rund zwei Wochen früher startete.  Mitglieder berichteten über ihre Erfahrung bei der Aussaat von Gurken, Zucchini, Feldsalat und Spinat. Auch die unliebsamen „Besucher“ im und auf dem Boden kamen an diesem Abend nicht zu kurz und sorgten für Unterhaltung.

Erhalten und gestalten – altes und neues Bauen in Bayern war ein weiterer Vortrag im November im Heimatmuseum. Seit vielen Jahren nutzen wir auf Einladung des Fördervereins Unterhachinger Heimatmuseum e.V. einmal im Jahr diese Räumlichkeiten. Herr Architekt Thomas Lauer vom Bayerischen Heimatverein zeigte uns zahlreiche Aufnahmen, schwerpunktmäßig aus dem Voralpenland, und stellte dabei den Erhalt und die Neubelebung historischer Bausubstanz heraus. Das bauliche Erbe ist gebaute Erfahrung aus vergangener Zeit, die es in seinen wesentlichen Elementen weiterzugeben gilt, um damit raum- und landschaftsprägende Werte für die Zukunft weiter zu entwickeln.

Traditionell zum Jahresabschluß trafen sich im Dezember bei Warm- und Kaltgetränken und Kuchen die Vereinsmitglieder und Gäste zu ihren „Adventlichen Hoagartn“. Zur Eröffnung spielten heuer erstmals die Hachinger Saitenhupfer den Festlichen Marsch zur Einstimmung in die Weihnachtszeit. Abwechselnd spielten die Hachinger Saitenhupfer und Literarisches wurde von Georg Trump, Richard Servus und Joseph Trautsch vorgetragen. Heidi Trausch sammelte über das Jahr heitere Episoden und beobachtet dabei die Wetterkapriolen, welche uns durch ihren Mann wieder in Erinnerung gerufen wurde.

Herr Heinz Huber, Vorstand vom Bezirksverband Oberbayern ehrte unser Mitglied Eva Adler, welche mit hervorragendem Ergebnis die Prüfung zur Gartenpflegerin abgelegt hat. Frau Adler ist die zweite geprüfte Gartenpflegerin in unserem Verein.
Frau Margot Ostermayer, 2. Vorsitzende vom Kreisverband München für Gartenkultur und Landespflege überbrachte den 1. Preis vom Wettbewerb auf Kreis- u. Verbandsebene „Streuobst-Vielfalt – Beiß rein“ für unsere Kindergruppe „Die Hachinger Grashüpfer“ und ehrte auch die Gruppenleiter Sieglinde Schuster-Hiebl, Eva Adler und Jörg Zimmer für ihren besonderen Einsatz.

Dieser Preis, eine Obstpresse wird der Kindergruppe bei einem Adventlichen Nachmittag mit kleinen Präsenten übergeben.

Der Gartenbauverein leistet mit seinen Aktivitäten einen großen Beitrag zur Erwachsenenbildung und führt die Kinder spielerisch in die Gebiete des zeitgemäßen Gartenbaues, der Landschaftspflege sowie des Natur- und Umweltschutzes heran. Die Vereinsleitung dankt den vielen aktiven Helfern, die sich dem Verein in hervorragender Weise ehrenamtlich zur Verfügung stellten und allen Mitgliedern, die im vergangenen Jahr zum Gelingen der Vereinsaktivitäten beigetragen haben.


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Fotos: Helmut Patalong