Heilpflanzen am Wegesrand: Spannender Kräuterspaziergang im Landschaftspark
Lange waren wir am 01.05.2026 unterwegs auf unserem „Kräuterspaziergang“ im Landschaftspark.
Weit sind wir aber wirklich nicht gekommen.
Wie das sein kann?
Der Landschaftspark bietet für Kenner und für Interessierte eine große Fülle an besonderen Pflanzen, an Wildkräutern und wenn man sie bestimmen kann, wachsen sie auch sehr nah beieinander. 2 ½ Std und nur ein paar hundert Meter!
Anna Heidacher beschäftigt sich schon seit ihrer Jugend mit Wildkräutern, mit ihrer Bestimmung, dem Sammeln und auch ihrer Verwendung für unsere eigene Gesundheit und unser Wohlbefinden. Es wurden gleich nach 10 Meter der Ackerschachtelhalm gefunden und erklärt, wie die enthaltene Kieselsäure helfen kann. Beinwell und Breitwegerich, Spitzwegerich und das echte Labkraut, Schafgarbe und Beifuß folgten. Sogar der Baldrian ist schon gewachsen.
Den Mitspaziergängern gab sie dabei viel Wissen an die Hand. auch über das Wie und Wann, wenn man selbst sammeln möchte. Nur an geeigneten Plätzen. Nicht an Straßen, an verschmutzten Wegrändern und auch nicht an Feldrändern, die vielleicht gespritzt wurden. Nichts sollte gepflückt werden, was man nicht eindeutig erkennen kann. Gesammelt wird nur so viel, dass nicht erkennbar sein sollte, das gesammelt wurde. Beim Spaziergang wurde dann auch festgestellt, dass sich wohl nicht alle Sammler an dieses eigentlich selbstverständliche Verhalten in der Natur halten. Das auf der Vorabsuche gefundene echte Himmelsschlüsselchen – verschwunden und auch die Fläche mit dem kriechenden Günsel – leer gepflückt. Schade!
Wichtig auch der Hinweis, dass das Sammeln und die Verwendung immer in Eigenverantwortung geschehen, d. h. weitere Beschäftigung mit dem Thema. Sicher war der Spaziergang dafür ein schöner Anreiz!
Da die Informationen wirklich viele waren, gab es ein Handout vom Gartenbauverein, zusammengestellt von Anna Heidacher.
Text: Regina Tramm-Jula
Bilder: Helmut Patalong
