Lieblingsblume des Monats August – Japananemone

Japananemone

Japananemone

Völlig unaufgeregt kommt sie daher.

Viele Gartenbesitzer, auch die mit kleinem Garten fragen:  Ja,  die hatte ich doch auch – wo ist sie denn nur abgeblieben, wo steht sie jetzt?

Dabei hat die Japananemone so viele feine Züge an sich und daneben noch ein wirklich bezauberndes Aussehen, wenn man sich die Zeit nimmt sie auf sich wirken zu lassen.

Auf die Japananemone stehen die Insekten, natürlich auf die ungefüllten, sonst kommen sie nicht ran an den Nektar. 3 Monate blüht sie durch, wobei nichts entfernt werden muss. Die langen Blütenstiele tragen Knospen, Blüten und Samenkapseln zugleich. Die Knospen wirken wie kleine Kügelchen, beim Aufblühen entwickeln sich zarte rosa oder weiße offene Schalen mit einem grünen Punkt in der Mitte, umgeben von einem Kranz gelber Staubgefäßen. Eine einzelne Blüte verliert recht schnell ihre Blätter und dann sieht man bald wieder kleine Kügelchen, die jetzt die Samen in sich tragen. Wenn sie ausgereift sind, springen sie auf, klappen um und bilden weiße Büschel auf dem Samenstand. Im Spätherbst steht sie dann da, überzogen mit feinen weißen Haarbüscheln.

Wenn man jetzt als Gärtner nicht einknickt und die Pflanze nicht abschneidet bis zum Boden, dann hat man den ganzen Winter ein schönes Bild im Garten, weil sich Schneeflocken so schön darauf setzen. Sogar die Vögel haben etwas davon. Stieglitze etwa lieben diese Samen.

Die Japananemone ist sehr anspruchslos. Sie braucht keinen Sonnenplatz, ein lichter Platz reicht. Dünger ist nicht gefragt und auch tägliches Gießen ist nicht erforderlich. Schnecken mögen sie nicht, sie ist absolut frostfest und sie mag unseren kalkigen Boden. Krankheiten sind bei meinen Anemonen noch nicht aufgetreten. Als einzige Pflegemaßnahme ist ein Schnitt bis zum Boden der Staude im wirklich späten Frühjahr nötig und es sollte ein Staudenhalter die Blütenstiele schützen.

Der einzige Nachteil der Japananemone ist, dass sie nicht so modisch ist. Dafür schafft sie es mit Leichtigkeit die Schönheit der anderen zu unterstreichen.

Text und Fotos: Regina Tramm-Jula

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