Am 4. Februar 2025 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Gartenbauvereins Unterhaching e.V. im Pfarrsaal von St. Alto statt. Alle Mitglieder wurden hierzu fristgerecht eingeladen. Insgesamt waren 39 stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Regina Tramm-Jula begrüßte als Vorsitzende die Beiräte Rosi Bruckner und Hans Pieldner, sowie die Mitglieder und dabei besonders unseren 1. Bürgermeister Wolfgang Panzer sowie die Ehrenmitglieder Helga Bauer und Uwe Gorber. Zur Tagesordnung gab es keine Einwände. Zum Gedenken der im Jahr 2024 verstorbenen Mitglieder erhoben sich alle Anwesenden zu einer Schweigeminute. 1. Tätigkeitsbericht des Vorstandes mit einem Rückblick auf das vergangene Gartenjahr im Verein Die Vorsitzende Regina Tramm-Jula gab einen ausführlichen Rückblick auf das vergangene Gartenjahr im Verein. Die zahlreichen Vorträge, der Schnittkurs, die Kräuterwanderung und die Frühjahrs-Pflanzentauschbörse waren wieder sehr gut besucht. Außerdem beteiligte sich der Gartenbauverein an der Fronleichnamsprozession, dem geplanten, aber ausgefallenen Umzug zum 50. Bürgerfest und der Gedenkfeier zum Volkstrauertag. Es fanden insgesamt statt: 10 Veranstaltungen / Vorträge in Innenraum 14 Außenveranstaltungen 3 Vorstandssitzungen 2 Teilnahme an einer Sitzung des Kreisverbands 4 Besprechungen bei der Gemeinde Unterhaching, beim Förderverein St. Alto und wegen des Gärtnerjahrtags beim Gärtnerverein Der Ausflug am 13. Juli 2024 führte diesmal „Hinter den Kulissen im Botanischen Garten München“. Dr. Hägele, Leiter der Gewächshäuser des Botanischen Gartens, führte uns durch sonst gesperrte Bereiche des Botanischen Gartens. In der Winterhalle überwintern nicht frostharte Bäume, die mithilfe eines Radladers sicher bewegt werden. Früher wurde Wasser aus der Würm durch einen Sandfilter gereinigt, heute sammeln Zisternen Regenwasser (1.500 m³). Die Heizung wurde inzwischen von Koks auf Fernwärme umgestellt. Vieles im Botanischen Garten wird von eigenen Handwerkern gerichtet, gebaut, konstruiert und auch entwickelt. Dazu gehört auch die notwendige Beschattung einiger Gewächshäuser vor zu viel Sonneneinstrahlung, die man auch mit einem guten Gemisch aus Wasser und Mehl erreichen kann. Ideen muss man haben! Hierher gehört auch die Waschanlage für Blumentöpfe, die anderswo zum Reinigen von Bierkrügen dient. Nach der fast zweistündigen Führung waren die meisten der Teilnehmer froh, dass im Café Botanischer Garten Plätze reserviert waren. Nach einer Brotzeit und Getränk nahmen sich viele Mitglieder dann die Zeit und die Gelegenheit, um auch durch den blumigen Teil des Botanischen Gartens zu schlendern. Zu den ausführlichen Berichten der einzelnen Veranstaltungen verwies Regina Tramm-Jula auf die Homepage des Gartenbauvereins Unterhaching (https://gartenbauverein-unterhaching.de/). Speziell erinnerte Regina Tramm-Jula an den Vortrag „Mit der Tomate durchs Jahr“, bei dem der später verstorbene Richard Servus vertretungsweise die Moderation übernahm und dabei wie beim wiederholten „Gespräch übern Gartenzaum“ in seinem Element war. Sie würdigte dabei auch sein besonderes Engagement als Gartenpfleger und seine vielfachen Hilfestellungen im Verein. 2. Kassenbericht des Kassiers und Information zum Mitgliederbestand Gerhard Jula gab detaillierte Auskünfte über die Einzelpositionen an Einnahmen und Ausgaben im Jahr 2024. Die Mitglieder hatten zum Kassenbericht keine Fragen. Der Mitgliederstand per 31.12.2024: 254 Mitglieder (davon 169 Vollmitglieder, 85 Familienmitglieder und davon 20 Kinder) Wesentliche Ursachen des Mitgliederrückgangs waren in diesem Jahr neben den Sterbefällen eine Anzahl von Abmeldungen von älteren Mitgliedern, die in Betreuung oder Pflege gingen, sowie von Eltern mit ihren Kindern, die keine Zeit und damit auch kein unbedingtes Interesse mehr am Gartenbauverein haben. In mehreren Dankesschreiben wurde dennoch die Arbeit und das Angebot des Gartenbauvereins Unterhaching geschätzt. Erfreulich ist, dass – wie die Statistik der Anzahl Mitglieder nach Dauer der Mitgliedschaft zeigt – gerade in den letzten 10 Jahren deutlich über 100 neue Mitglieder gewonnen werden konnten. 3. Kassenprüfungsbericht Am 16. Januar 2025 wurde die Kasse von Gerhard Hufnagl und Karl Heinz Protzmann geprüft. Alle Belege konnten den Buchungen korrekt zugeordnet werden. Es gab keinerlei Beanstandung. 4. Entlastung von Vorstand und Kassierer Die Entlastung von Vorstand und Kassierer wurde durch Handzeichen vorgenommen und erfolgte ohne Gegenstimme. 5. Neuwahlen 1. und 2 Vorsitzende*r, Kassier*in, Schriftführer*in Nach dem Rücktritt des bisherigen 1. Vorsitzenden, Rainer Schäfers, im Februar 2024 übernahm die 2. Vorsitzende, Regina Tramm-Jula, satzungsgemäß den alleinigen Vorsitz des Vereins. Bereits im Einladungsschreiben zur Mitgliederversammlung wurde darauf hingewiesen, dass die Vereinsführung Verstärkung benötigt, und um Rückmeldungen von Interessenten gebeten. Leider gab es weder im Vorfeld noch während der Versammlung Bewerbungen für das Amt des Vorsitzenden, sodass Regina Tramm-Jula satzungsgemäß bis zum Ende der Wahlperiode in zwei Jahren im Amt bleibt. Auch für das Amt des Kassiers gab es keine Bewerbungen, sodass Gerhard Jula die Position weiterhin ausübt. Brigitte Löbker hatte das Amt der Schriftführerin interimsmäßig übernommen, kann es jedoch aus privaten Gründen nicht weiterführen. Glücklicherweise erklärte sich Ulrike Schmidt bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. In der anschließenden Abstimmung der Mitgliederversammlung wurde sie einstimmig zur neuen Schriftführerin gewählt. 6. Informationen zu den Veranstaltungen in 2025 Regina Tramm-Jula stellte anschließend in groben Zügen das bis Sommer geplante Veranstaltungsprogramm vor, das allen Mitgliedern vorab schriftlich zugegangen war. Hier ist es Regina Tramm-Jula wieder gelungen, namhafte Referenten für die Vortragsthemen zu gewinnen. 7. Beschlussfassung über vorliegende Anträge Anträge zur Mitgliederversammlung wurden keine gestellt und damit auch keine behandelt. 8. Ehrungen und Dank an die Mitarbeiter im Verein Ehrenurkunden des Vereins erhielten vom Kreisvorsitzenden Rainer Schäfers für langjährige Mitgliedschaft im Verein: 25 Jahre: Engelbert Bach Gertraud Bach Anna Bierl 40 Jahre: Klaus-Peter Schubert Hannelore Schustetter Leider konnte nur Gertraud Bach ihre Ehrung persönlich entgegennehmen. Sie bekam von Regina Tramm-Jula auch noch den traditionellen Blumenstock. Die übrigen Geehrten hatten im Vorfeld mitgeteilt, an diesem Abend nicht anwesend sein zu können. Regina Tramm-Jula wird die Ehrungen zu einem späteren Zeitpunkt überreichen. Anschließend bedankte sich Regina Tramm-Jula mit einem kleinen Blumenpräsent bei allen Mitgliedern, die den Verein im vergangenen Jahr so tatkräftig unterstützt haben. Ein besonderer Dank ging nochmals an Rainer Schäfers – Regina Tramm-Jula überreichte ihm noch einen großen Blumenstrauß. 9. Verschiedenes Rainer Schäfers erinnerte daran, dass er Anfang letzten Jahres aus plötzlichen gesundheitlichen Gründen den Vorsitz des Gartenbauvereins Unterhaching abgeben musste. Er dankte Regina Tramm-Jula und Gerhard Jula für ihre Unterstützung in dieser Zeit und ihr Engagement für die Weiterführung des Vereins. Ebenso sprach er allen Mitgliedern seinen Dank aus, die ihn immer wieder begleitet und unterstützt haben. Als Kreisvorsitzender würdigte Rainer Schäfers das große Engagement des Gartenbauvereins Unterhaching bei der Landesgartenschau 2024 in Kirchheim sowie die rege Teilnahme und Mitarbeit bei den Veranstaltungen des Kreisverbandes. Der offizielle Teil der Mitgliederversammlung dauerte von 19:30 Uhr bis 21:20 Uhr. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand ein gemütlicher Umtrunk statt, bei dem sich die Mitglieder angeregt über die verschiedensten Gartenthemen austauschten. Vorsitzende Schriftführer i.V. gez. Regina Tramm-Jula gez. Gerhard Jula Bilder: Helmut Patalong ...
Sehr gut gefüllt war der Pfarrsaal von St. Alto zum Vortrag von Thomas Janscheck: „Beerenstark“ – Verwendung und Pflege unserer Beerensträucher. Nach der Begrüßung wurde es still im Pfarrsaal. Thomas Janscheck verstand es durch seine erzählerische Art des Vortrags die Zuschauer mitzunehmen. Dabei machte er deutlich, warum seine Liebe im Garten besonders den Beeren gilt. Schnabelweide, direkt von der Hand in den Mund, die beste aller Verwertungsarten mit hohem Gesundheitswert. Auch den Geldbeutel schonen Beerensträucher. Das Pflanzen eines Beerenstrauchs hat sich, so Thomas Janscheck, schon im am Ende des 2. Jahres bereits 4- fach ausbezahlt. Natürlich und zum Glück werden auch andere Tierchen angelockt. Die Eberesche etwa lockt mit ihren Beeren sehr viele Vogelarten in den Garten, einen kleinen Teil der anderen Beeren sollten wir aber auch den Vögeln gönnen, so der Referent schmunzelnd. Thomas Janscheck gab für Johannisbeeren aller Farben Pflanz- und Pflegetipps. Auch für Blaubeeren und sogar Heidelbeeren sprach er Empfehlungen zur Pflanzung, Düngung und Pflege aus. Zu Erdbeeren, die ja eigentlich nicht zu den Beeren zählen, aber von Thomas Janscheck aufgrund ihres Namens und natürlich ihres Geschmacks gern miteinbezogen wurden, gab er Pflege und Sortentipps. Im Austausch mit den sehr interessierten Zuhörern kam auch die Standortfrage für etwa Brom- und Himbeeren als eigentliche Waldsaumbewohner auf. Er sprach über das richtige Gießen, das sehr wichtige Mulchen und vor allem das erhaltende, notwendige Schneiden von Beerensträuchern und das bodennahe Abschneiden der Himbeerruten nach dem Ernten. Viele gut und einfach umzusetzende Anleitungen konnten die Mitglieder und Gäste mit heimnehmen. Einen Rat gab Thomas Janscheck noch mit auf den Weg: Nichts zu tun, führt selten zu einem schönen Resultat, aber Vieles richtig zu machen, bringt viel, es müssen keine 100 Prozent sein. Vielleicht ist in dem einen oder anderen Garten auch noch Platz für eine Kornelkirsche oder eine Maulbeere, was Neues ausprobieren und neugierig bleiben. Text: Regina Tramm-Jula Bilder: Helmut Patalong ...
Taggiasca - das Gold Liguriens, so war der Titel des Vortrags, der viele Interessierte in das Pfarrheim St. Alto lockte. Es ging um das flüssige Gold – das Olivenöl von der Küste Liguriens. Der Olivenbaum, eigentlich mehr ein Flachländer, gedeiht hier bis hinauf zu einer Höhe von 800 m an den oft steilen Hängen hinunter zum Mittelmeer. Taggiasca ist der Name der besonderen Olive, die auch die salzige Meerluft mag. Birgit Kovacs, unsere Referentin führte uns kenntnisreich und mit viel Begeisterung in die Welt der Oliven und des gewonnenen Öls ein. Bereits seit Jahrtausenden wird die Olive rund ums Mittelalter hochgeschätzt. Wer in Olympia siegte, bekam etwa einen Kranz aus Olivenzweigen als Symbol für Frieden und Weisheit. Über die verschiedensten Anbauweisen – es gibt heute bereits Plantagenanbau, dabei wird wie in den Apfelplantagen kein Baum mehr alt, bis hin zu den besonderen Erntetechniken von Hand, mit Netzen und auch mit Rüttelmaschinen oder auch mit Kämmen – spannte Birgit Kovacs einen weiten Bogen. Die Olive ist grün – je länger sie am Baum hängt, wandelt sich ihre Farbe von grün über leicht lila bis fast schwarz in für Kenner erkennbaren Stufen, allerdings sind auch noch alle Reifegrade gleichzeitig am Baum. Die Kunst ein gutes Öl zu erzielen ist es, zur rechten Zeit zu ernten und sofort zu pressen. Ganz grün kann heißen erwünschte grasige Geschmacksnoten, aber wenig Öl bis zu den im Verhältnis nicht so erwünschten Geschmacks Noten der sehr reifen Oliven, dafür mehr Ausbeute. Jedes zu verkaufendes Olivenöl durchläuft eine gesetzlich vorgeschriebene chemische und sensorische Prüfung. Natives Olivenöl ist immer kaltgepresst, ohne Lösungsmittel oder Zusatzstoffe. Ein gutes Öl sollte fruchtig riechen, leicht bitter schmecken und im Abgang ein leichtes Kratzen im Hals hinterlassen – ein Zeichen für wertvolle Polyphenole! Olivenöl ist ein echtes Wundermittel: Es schützt Herz und Gefäße, wirkt entzündungshemmend und liefert gesunde ungesättigte Fettsäuren. In der Küche ist es vielseitig einsetzbar – zum Braten, Backen oder als Dressing. Ein Spritzer gutes Olivenöl veredelt jedes Gericht. Hochwertiges Olivenöl entsteht durch aufwendige Handarbeit und geringe Erträge pro Baum. 6o-70 kg Oliven ergeben ca. 6-9 l Olivenöl. Hinzu kommen Klimaschwankungen und steigende Produktionskosten. Ein günstiges Öl aus dem Supermarkt kann selten mit der Qualität eines handwerklich hergestellten Öls mithalten – deshalb lohnt es sich, in gutes Öl zu investieren! Der sehr informative Vortrag wurde mit einer Blindverkostung abgeschlossen. Es war faszinierend, die verschiedenen Öle zu vergleichen und den eigenen Geschmackssinn bei acht verschiedenen Ölen einzusetzen. Haben Sie gewusst, dass beim Pressen des Olivenöls die Kerne selbstverständlich drinbleiben – auch in ihnen stecken gesunde Inhaltsstoffe. Oder dass die im Supermarkt oft angebotenen schwarzen Oliven nur chemisch geschwärzt wurden, was aber auf der Verpackung vermerkt sein muss. Mein Highlight aber war die Erkenntnis, dass Oliven zur Haltbarmachung nur in Salzlake eingelegt werden müssen. So einfach kann etwas sein... Text: Regina Tramm-Jula Fotos: Helmut Patalong ...
Am 26. April fand unsere Pflanzentauschbörse im Garten der Familie Bach statt, die uns immer herzlich dazu einlädt. Dort gibt es reichlich Platz und so wurden die vielen Pflanzen von großen und kleinen Stauden, über Gemüsepflanzen, auch vielen Tomaten gut ausgestellt und gern mitgenommen. Ausgiebig wurde über die Pflege und Erfahrungen mit den Pflanzen gesprochen. Zur lockeren Atmosphäre trug sicher auch der gute Kuchen und der Kaffee bei. Vielen Dank den Spendern. Das Wetter aber kann sicher nicht zum guten Erfolg der Pflanzentauschbörse beigetragen haben. Es war eigentlich zu kühl und es zog um die Ecken, aber es regnete nicht und unser Spendenkorb blieb nicht leer. Am Abend erhielt ich noch den Anruf eines Mitglieds mit der Frage auf welchen Termin denn die Tauschbörse wegen des Regens verschoben worden sei? In Ottobrunn hatte es wohl geregnet. Verpasst! Das nächste Mal nehmen wir wieder einen sonnigen Tag! Text: Regina Tramm-Jula Bilder: Helmut Patalong ...
Sie hat 90 Minuten gedauert unsere Wanderung. Wir kamen an Hügeln, Wiesen, Schotterflächen, kleinen Wäldchen und dann auch noch am beschaulichen Uferweg des Hachinger Bachs entlang. Es ist wunderbar, dass wir den Landschaftspark haben, und wir sollten uns auch gebührend um ihn kümmern. Doris Asael, Kräuterfrau, nahm uns wieder mit auf ihren Kräuterweg. Sie hat den vielen Begleitern die Wanderung, die eigentlich ein schöner Spaziergang war, recht schmackhaft gemacht. Selbst der Löwenzahn, der jetzt in Vollblüte steht, fand beherzte Probierer. Auch Wasser Minze und Brunnenkresse wurden zumindest zerrieben, um zu riechen. Beim Sammeln von Kräutern sei es ganz wichtig zu schauen, zu fühlen und zu riechen. Bei geringsten Zweifeln sollte man die Finger davonlassen und sich nur auf wirklich bekannte Pflanzen beschränken. Der Breitwegerich könnte so ein Kraut werden, denn die Blätter gefüllt mit einer Scheibe Tomate und Mozzarella und in der Pfanne gegart, wären sehr fein im Geschmack. Echtes Labkraut im Wasser oder Knoblauchsrauke im Salat, Brennnessel für Tee – jeder konnte ein für ihn interessantes Kraut kennenlernen und Fragen wurden auch gern beantwortet. Das Wetter hat es am Feiertag sehr gut gemeint, aber am Bach entlang war es wunderschön. Danke an Doris Asael, die uns wieder sehr kenntnisreich und lustig begleitet hat und auch an die vielen Mitspaziergänger! Text: Regina Tramm-Jula Bilder: Helmut Patalong ...
"Der Vogelfreundlicher Garten" So lautete in der Ankündigung der Titel des Vortrags am Dienstag In seinem Vortrag führte Tobias Bode uns mit Bildern durch den „Umbau“ seines eigenen Kleingartens in der Größe von ca. 250 m“ zu einem naturnahen Garten, wobei der Prozess nie ganz abgeschlossen sein wird. Es sind nach seiner Erfahrung acht Grundvoraussetzungen nötig, um einen naturnahen Garten anzulegen. Dazu kommen viel Arbeit, Ideen haben, Erfahrungen sammeln, sich mit Nachbarn über neue Ideen auseinandersetzen und letztendlich die Freude etwas anzupacken. Flächen entsiegeln, Böden abmagern, heimische Pflanzen für Insekten ansiedeln, Totholz mal liegen lassen und Steinhaufen aufbauen und wie vieles mit einfachen Mitteln zu machen ist, hat er den Zuhörern gezeigt. Das es dann aber auch Geduld braucht, bis die Wollbiene erscheint, um dem Wollziest die Härchen für ihr Nest abzusammeln, hat er beschrieben. Es kann Monate aber auch Jahre dauern, bis das gewünschte und erhoffte Gefüge ineinandergreift. Tobias Bode hat aber immer auch darauf hingewiesen, dass schon kleine Elemente zu einer Bereicherung im Garten führen können, ein Sandarium etwa oder eine Wasserstelle. Der Einsatz von Gift oder chemischem Dünger schließen sich bei naturnahem Gärtnern von allein aus, auch der Einsatz von Torf ist im naturnahen Garten nicht nötig, das Gießverhalten muss vielleicht angepasst werden und der Nährstoffkreislauf durch Mulchen und die Förderung der Bodenlebewesen funktionieren. Ein Kleingarten ist etwas anderes als ein Hausgarten. Im Hausgarten kommt der Mensch noch mit seinen Bedürfnissen dazu. Letztendlich sollte doch aber die Überlegung stehen, dass es einfacher ist die Läuse an der geliebten Rose nicht zu spritzen und ein wenig zu warten, bis die Meise kommt um ihre Brut zu füttern oder aber auch der Marienkäfer. Vogelfreundlicher und naturnaher Garten, das geht wohl gut zusammen, wie auch die 2 schönen Plaketten auf der Gartentür von Tobias Bode gezeigt haben. Die Kriterien der Zertifizierung sind ähnlich. Text: Regina Tramm-Jula Bilder: Helmut Patalong ...
4 Tage ein wunderschönes, abwechslungsreiches Fest. Wir haben als Geburtstagsgeschenk den Blumenschmuck für die Feldmesse und die Segnung des neuen Feuerwehrhubladers beigesteuert. Der Festumzug am Sonntag mit 60 Gruppen hat Zuschauer und Beteiligte begeistert. Unsere Gartlerschürzen wurden in der Presse besonders hervorgehoben. Die Feuerwehrler haben sich mehrfach bedankt für den schönen Blumenschmuck. Wir sagen „Danke“ für diesen wunderbaren Festumzug, die tollen Festtage im Zelt und das Abschiedsfeuerwerk. Text: Regina Tramm-Jula Hier einige Impressionen: Bilder: Helmut Patalong ...
Thomas Jaksch, früher Leiter der Gemüsegärten Weihenstephan, teilte mit uns seine 45-jährige Erfahrung im Gemüseanbau und gab in seinem Vortrag viele praktische Tipps für unsere Gärten. Richtige Sortenwahl - schon der halbe Erfolg! Resistente, schossfeste und schnellwachsende Sorten sind ertragreich, ihr Anbau gleichzeitig der beste Pflanzenschutz. Gerade auch für den Hausgarten gibt es Sorten, die auch unseren Geschmackstest bestehen, wohl das wichtigste Kriterium. Bei Tomaten sollten Hellfruchtsorten bevorzugt werden, da sie gleichmäßiger reifen. Mit Leitungswasser gießen, da durch Kalkzufuhr der Blütenendfäule vorgebeugt werden kann. Bei Kohl doch mal zu kleinbleibenden Köpfen greifen, da sie bis zur Ernte viel weniger Zeit benötigen. Senfmehl kann bei Pilzbefall im Gewächshaus helfen. Noch vielmehr praktische Tipps haben wir erhalten, es wurde mitgeschrieben, obwohl ein Handout von Thomas Jaksch versprochen war. Manches „Ah“ und „wirklich?“ war zu hören. Thomas Jaksch hatte viele Jungpflanzen der Süßkartoffel mitgebracht. Süßkartoffeln sind keine Kartoffeln, tatsächlich besteht keine Verwandtschaft zu Gemüse, das wir bisher anbauen. So besteht auch die große Wahrscheinlichkeit, dass unsere Schädlinge sie noch nicht kennen. Schnecken sind allerdings Allesfresser... Die Süßkartoffel wird durch die Klimaerwärmung ein wichtiges Nahrungsmittel werden. Jeder Zuhörer konnte sich eine Jungpflanze mit heimnehmen und versehen mit den Pflanzratschlägen im Topf oder im Beet anbauen. Ein wirklich spannender Abend! Text: Regina Tramm-Jula Bilder: Helmut Patalong ...
Am Tag der Veteranen folgte der Gartenbauverein Unterhaching der Einladung der Veteranen- und Reservisten-Kameradschaft Unterhaching zur feierlichen Veranstaltung anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Kriegerdenkmal". Mit seiner Fahnenabordnung beteiligte sich unser Verein würdevoll an dieser Gedenkfeier. Bilder: Helmut Patalong ...
Die Lehrfahrt führte dieses Jahr in die Hallertau, vor Ort heißts nur Holledau. Es handelt sich um das größte Hopfenanbaugebiet der Welt, schon deshalb jedenfalls einen Besuch wert. Um es vorwegzunehmen. Es hat alles gepasst: Wetter, Fahrt, Essen und die Vorträge und Führungen, die mit großer Kenntnis und sehr viel Herzblut gemacht wurden. Um 8 Uhr am 5. Juli starteten wir in einem äußerst bequemen Reisebus. Am Vortag hatte es geregnet nach langer Hitzewelle. Alle Gartler konnten so auch gut ihre Gedanken auf den Ausflug richten und mussten nicht an bald vertrocknende Pflanzen im eigenen Garten denken. Sonniges Wetter und schon nach einer Stunde waren wir in der Holledau, beim Landgasthof Kirzinger. Die Hopfenbotschafterinnen Elisabeth Geigenberger und Maria Dengler begrüßten uns und dann gingen wir nach einem hopfigen Erfrischungsgetränk – kein Bier! – in den Hopfengarten der Familie Kirzinger. Es ist schon ein besonderes Gefühl zwischen den Hopfenreihen zu stehen. Sieben Meter hoch ist der Hopfen gewachsen und hat damit das Ende der Hopfenstangen bereits erreicht. Hopfenanbau früher und heute – Hopfenzupfer und Maschineneinsatz, Erntehelfer aus der Familie und Mindestlohn, neue Hopfensorten und anderer Geschmack – Vieles haben wir gehört und auch gesehen, wie die modernen Maschinen und die Darre, die Hopfen in 3 Stufen trocknen kann. Und auch weitere Hopfenverwendungsmöglichkeiten wurden uns vorgestellt. Die Probe des Hopfentees war aber nicht für jeden ein schönes Erlebnis, sondern ein zu bitterer Tropfen. Es gab aber nur einen sehr kleinen Becher voll. Sehr gutes Mittagessen und auch selbstgebrautes Bier gab es bei Familie Kirzinger, Mutter die Köchin und Sohn der Betriebsleiter und Brauer. Gleich nach dem Essen führten die beiden Hopfenbotschafterinnen in der Gaststube noch ein kleines Schauspiel auf, das für viele Lacher bei den Gartlern sorgte. Nach 30 Minuten Busfahrt trafen wir in Pfaffenhofen an der Ilm ein. Vor dem alten Lebzelterhaus, jetzt Konditorei-Café Hipp, wurden wir von Hans Hipp begrüßt. Er nahm uns mit in die Alte Wachszieherei. Diese wurde, so erfuhren wir, nach dem gesamten Umbau des Gebäudekomplexes originalgetreu im ersten Stock des Hauses wieder aufgebaut. Wir erfuhren, warum es Wachszieherei und nicht Wachstaucherei heißt, was ein Lebzelten ist und dessen Verwendung. Für manchen Gartler eine echte Überraschung! Auch die Frage warum besser weißes Wachs als rotes, wurde durch kleine Geschichten von Hans Hipp beantwortet. Hipp ist ein berühmter Name. Die weltweit agierende Firma für Babykost hatte hier ihren Ausgangspunkt. Vor 125 Jahren wurde der erste Babybrei aus Zwieback hergestellt und damit in schlechten Zeiten vielen Kindern das Leben gerettet. Es war ein sehr geschichtsträchtiger Vortrag, den wir in der Alten Wachszieherei hörten, gefallen hat er durch die profunden Kenntnisse und die lebhafte Art des Vortrags. Wir hätten noch viel länger zuhören können. Hans Hipp entließ uns wegen der Hitze aber in die Konditorei zu ausgezeichnetem Kuchen und hervorragendem Eis. Nach einem kurzen Besuch einer Modenschau auf dem Marktplatz gings zurück nach Unterhaching. Die Fußballfans kamen dann sogar noch rechtzeitig zum FC Bayern-Spiel. Ein wirklich runder Tag! Text: Regina Tramm-Jula Bilder: Helmut Patalong ...
Es war wirklich ein Geschenk. Damit konnte niemand rechnen. Nach langen , kalten Regentagen am Morgen des Gärtnerjahrtages noch kalt, nur 13 Grad und dann erlebten wir einen wunderschönen warmen Sommertag. Sehr viele Zuschauer freuten sich über die verschenkten Blumen. Hier der schöne Tag in Bildern... Text: Regina Tramm-Jula Bilder: Helmut Patalong ...
Im Pfarrheim St. Alto stellte der Biologe Lukas Diehl mit Schwerpunkt Umweltbildung eine spannende Frage: Was verstehen wir eigentlich unter Wildnis? Wildnis gilt oft als Inbegriff unberührter Natur – doch gibt es sie in unserer heutigen Welt überhaupt noch? In seinem Vortrag zeigte Lukas Diehl, dass Natur und menschlicher Einfluss nicht immer Gegensätze sind. Während der Mensch zweifellos Lebensräume zerstört, sind viele unserer artenreichsten Landschaften überhaupt erst durch jahrhundertelange traditionelle Bewirtschaftung entstanden. Die Einstellung der Almwirtschaft oder der Wiesenmahd führt paradoxerweise oft zu einem Rückgang der Artenvielfalt. Blumenreiche Bergwiesen, Kulturlandschaften und Weidesysteme bieten häufig mehr Lebensraum für seltene Arten als völlig sich selbst überlassene Flächen. Der Vortrag regte dazu an, unser Naturverständnis zu überdenken: Wo ist es sinnvoll, "Natur Natur sein zu lassen"? Und wo ist eine gezielte Pflege nötig, um Biodiversität zu erhalten? Ein Abend, der neue Perspektiven eröffnete und Impulse für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt gab. Zu Beginn wurde Regina Tramm-Jula ein Blumenstrauß für Ihre bestandene Gartenpflegerprüfung von Hans Piledner überreicht. Ein Artikel zur Prüfung stand auch im aktuellen "Garten-Ratgeber". Text: Regina Tramm-Jula Für weitere Informationen zum Vortrag: Lukas Diehl | Naturführungen oder per E-Mail: diehl.luk@gmail.com Bilder: Helmut Patalong ...
Am 5. Oktober wurde in St. Alto der Erntedankgottesdienst gefeiert. Der Erntealtar wurde von Mitgliedern des Gartenbauvereins errichtet und trug in seiner Fülle und Buntheit zur schönen Messe bei ...
Winterruhe – was ist das eigentlich? Das Überwintern von Kübelpflanzen war das Thema des Vortrags von Dr. Till Hägele, Leiter der Gewächshäuser im Botanischen Garten München. Mit den sich anschließenden Gesprächen dauerte der Abend fast 2 Stunden. Niemand ist vorzeitig gegangen, das Interesse der Zuhörer war zu groß. Die meisten der Pflanzen, die wir im Kübel in Garten und auf der Terrasse stehen haben, sind nicht heimisch in unseren Gefilden und wir können ihnen im Kübel nur einen begrenzten Lebensraum bieten. Schon die Pflege über ihre Hauptvegetationszeit hinweg, verlangt einige Mühe hinsichtlich der Versorgung mit Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffen. Es gilt für die Monate, in denen wir den Pflanzen nicht die erforderlichen Temperaturen bieten können, ihre Stoffwechselvorgänge so weit herunterzuschrauben, dass sie im Winterquartier überleben. Leider ist es so, dass die meisten Pflanzen im Winterquartier leiden. Besonders herausgestellt hat Dr. Hägele, dass der Lichtbedarf der Pflanzen in der Winterruhe und gerade auch im Übergang zum neuen Austrieb viel höher ist als wir meinen. Der Lichteinfall wird auch durch unsere moderne 3-fach-Verglasung sehr behindert und nimmt mit dem Abstand zum Fenster exponentiell ab. Die Folge ist, dass die Pflanzen nur sehr schwache Neutriebe bilden können. Das gilt auch für Aussaaten, es fehlt oft nicht an Nährstoffen, sondern an Licht. Nur wenige Kübelpflanzen können auf Licht und Wasser in der Winterruhe ganz verzichten, so etwa die Dahlien (auf sie warten im Frühjahr allerdings schon die Schnecken). An einigen ausführlicheren Pflanzenportraits zeigte Dr. Hägele das Gesagte noch einmal auf. Es wurde viel mitgeschrieben am Abend, wahrscheinlich auch der Satz: „So spät wie möglich, so früh wie möglich!“. Text: Regina Tramm-Jula Bilder: Helmut Patalong ...
16 Gartler trafen sich am Dienstag, 4.11.2025 im Pfarrheim zum Austausch über „Alles rund um den Garten“. Durch die mitgebrachten Kürbisbuchteln mit Zwetschgenmus war das Thema Verwertung des eigenen Obstes und Gemüses schon angeschnitten und wurde dann vertieft auch durch die Fragen: Lohnt sich das Pressen von Apfelsaft noch und kann man auch Quitten, deren Ernte dieses Jahr so gut ausgefallen ist, zum Pressen geben? Gartengestaltung war auch ein Thema, sollten mehr Walnussbäume gepflanzt werden? Wohin mit dem vielen Laub, die verschiedenen Möglichkeiten waren im Gespräch. Von tierischen Mitbewohnern wurde erzählt – von Füchsen in Gärten am Wald, die nicht nur Lederschuhe, sondern auch die Plastikschuhe aus dem Garten gerne forttragen. Eichhörnchen, die das mühsam gezüchtete Basilikum verschmähen und stattdessen die Pilze, die im selben Topf gewachsen sind, verspeisen. Viele Themen konnten nur angeschnitten werden, das ist am Stammtisch so üblich. Deshalb sollten diese häufiger stattfinden, so der geäußerte Wunsch. Regina Tramm-Jula ...
Ja, jetzt konnte man sogar beim adventlichen Gartlertreffen etwas lernen. Der Gartenbaumläufer läuft anders als der Kleiber nur die Bäume hinauf, lässt sich dann sozusagen fallen und beginnt weiter unten wieder mit dem Aufstieg rund um den Baum. Diese Erkenntnis hatte mit dem Adventsrätsel zu tun, dass während des adventlichen Gartlertreffs für einige AHA‘s, aber auch für Heiterkeit sorgte. Es war eine sehr gelungene Feier. Musikalisch wurde sie begleitet und umrahmt von dem Unterhachinger Klarinettenquartett und durch das Vorlesen einiger lustiger, aber auch nachdenklich machender, weihnachtlicher Texte. Dem leiblichen Wohl diente das salzige Büfett, und fürs Süße hatten liebe Spender gesorgt. Der wunderbare Punsch mit und ohne Alkohol darf auf keinen Fall unerwähnt bleiben. Allen, die mitgewirkt haben, beim Auf und Abbau, der Dekoration, der Musik, dem Vorleser, den Kuchenspendern und Rosi Buckner, die für den leckeren Punsch gesorgt hat und die Küchen-Arbeit geleistet hat, ein herzliches Danke. Die Gäste machen das Fest und so war es! Hier einige Impressionen, auch dem Fotografen ein herzliches Danke! Text: Regina Tramm-Jula Bilder: Helmut Patalong ...
